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OMR. 2026. State. Of. AI.

STATE OF AI

Kein KI-Content. Kein Marketing Bullshit Bingo. Keine Verkaufsblog. Dafür echte Insights. Echter Mehrwert. Echte Relevanz. Echte Experten-Meinung rund um Themen auf der OMR 2026. 

Titelbild_OMR 2026_#1

Während unser letzter Blogbeitrag zur OMR 2025 noch von Herausforderungen und Fragen geprägt war, hat sich im vergangenen Jahr einiges getan. Es wird konkreter, praxisnäher und vor allem zeichnet sich ein klareres Bild von konkreten Next Steps für dich und dein Unternehmen ab.

Was dich in diesem Blogbeitrag erwartet? Teil 1 zu unseren Insights – kuratiert aus der Perspektive von Performance-Marketing-Experten  OMR Reviews: hier findest du mehr zu uns

Lass dich also von Themen inspirieren wie …

… dem State of KI – jetzt mal ehrlich: Wo stehen wir eigentlich?

… Traffic-Verschiebungen durch den AI Mode

… dem Hype rund um Plattformen wie Pinterest und Reddit

… ganz praktischen Möglichkeiten für den Einsatz von KI im E-Commerce

… dem schlafenden Riesen B2B-Marketing und der Notwendigkeit, die passende Infrastruktur zu schaffen

… deinen Key Takeaways zur OMR 2026

 

KI war – wiederholt - das mit Abstand dominanteste Thema auf der OMR 2026. Es ist allerdings etwas mehr Nüchternheit eingezogen. Während es zwar noch immer Stimmen gibt, die mutige Prognosen rund um KI-Themen bauen, sind andere noch in der Test & Learn und Exploration Phase. Deshalb hier einmal Tacheles und eine Summary aus unseren Gesprächen, Masterclasses und von den großen OMR Stages. Die guten Nachrichten – du bist noch nicht zu spät dran, um KI zu implementieren und die KI kann Menschen und ihre Kreativität nicht komplett ersetzen (zumindest aktuell). 

Wichtige Fragen & Antworten

Die Antwort – nein! Es gibt keinen Knopf, auf den man drückt und dann ist man KI ready. Erst 7 % der Unternehmen haben KI bereits vollumfänglich in ihre Prozesse integriert (Quelle: McKinsey, 2025). Die zentrale Voraussetzung ist eine saubere Datenarchitektur.

In 2025 haben sich 88 % der Unternehmen mit KI beschäftigt und sind aktuell in der Pilot- und Experimentierphase. Es ist also aktuell entscheidend, KI in Prozessen und Organisationen auszutesten, um den Anschluss nicht zu verlieren (Quelle: McKinsey, 2025).  

KI-Anbieter schicken inzwischen eigene Mitarbeiter in Unternehmen, um den Adoption Gap bei KI zu schließen und Datenstrukturen aufzubauen. Gleichzeitig entstehen immer mehr spezialisierte KI-Beratungen. Das Potenzial ist enorm: In den meisten Unternehmen hat bisher nur 1 von 5 Mitarbeitenden Zugriff auf einen KI-Assistenten.

 

99,7 % zahlen noch nicht für KI. Nur einer, von 2.500 Anwendern hat Coding mit KI genutzt. 7 Milliarden haben noch nie in ihrem Leben AI genutzt (Quelle: Damian Player, 02/2026). Das heißt also – KI steckt im Bereich der Nutzung noch in der Anfangsphase, in den Kinderschuhen und User sind gleichzeitig sehr volatil. 

Wir vermuten Gemini von Google. Denn entscheidend ist nicht das beste Modell, sondern der Mix aus Daten, Hardware und Distribution – da stimmen wir Philipp Klöckner zu. Mit seinem starken Ads-Programm, der enormen Reichweite, dem führenden Produkt-Stack und den umfangreichen Daten hat Google die besten Chancen, das langfristige Rennen um den Endverbraucher zu gewinnen.

Ein guter Indikator ist die Retention Rate von Unternehmen, also die Anzahl der Unternehmen, die nach der Test- & Trial Phase weiterhin KI nutzen. Das deutet darauf hin, dass die Modelle besser werden (Quelle: ramp) 

Sobald Unternehmen beginnen, KI zu nutzen, steigen die Kosten meist progressiv. Denn Marketer erkennen schnell, was sich alles damit umsetzen lässt. Mit der intensiveren Nutzung wächst auch der Token-Bedarf – und damit steigen die Kosten, aber auch Effizienz- und Produktivitätsgewinne.

Ja es sind Jobs weggebrochen – aber nicht (nur) durch KI. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Stellenabbau durch die geopolitische Lage bedingt ist. Wahr ist aber auch, dass viele Jobs gekürzt wurden, weil Kapital anstatt in Personen in Data Center fließen musste.

Sam Altman (Ex-CEO OpenAI) hat 2023 prognostiziert, dass 95 % der Arbeit von Agenturen (Strategien, Kreation und Operations) durch KI übernommen werden wird. Ihre erste eigene Markenkampagne 2025 von OpenAI wurde aber durch Agenturen und nicht komplett durch KI umgesetzt, was beschreibend für die Relevanz von Agenturen ist. 

Anthropic hat eine selbstoptimierende Loop integriert, in der die KI beginnt, sich selbst weiterzuentwickeln und zu programmieren. Dadurch erscheinen relevante Modell-Updates inzwischen fast täglich. Gleichzeitig sorgt der Einstieg von KI in neue Märkte regelmäßig für zweistellige Verluste an der Börse – etwa in Bereichen wie Legal, Cybersecurity oder Design.

Durch KI kann mittlerweile jeder selbst Websites und Apps programmieren. GitHub (die Plattform, auf der Code hochgeladen wird) verzeichnet aktuell eine Explosion an Commits.

Philipp Klöckner, Roland Eisenbrand und auch wir als Agentur sehen klar: Der AI Mode wird dazu führen, dass Traffic auf vielen Websites dauerhaft zurückgeht. Trotzdem bleibt deine eigene Website essenziell – denn sie dient häufig als Grundlage für KI-Agenten. Anthropic greift beispielsweise 71.000 Mal auf eine Seite zu, bevor ein Nutzer weitergeleitet wird.

Zumindest die Textgenerierung wird OpenAI wohl über ihre eigene KI machen, oder? Wider Erwarten, nein. Auch OpenAI nutzt menschliche Storyteller und softed die eigene Aussage ab. Laut OpenAI soll die KI die menschliche Kreativität lediglich erweitern. 

Wahrscheinlich Anthropic mit ihrem Programm Claude, denn 3 von 4 B2B Kunden gewinnt Anthropic (Quelle: ramp). Das Unternehmen hat sich früh auf B2B Kunden und Softwareentwickler spezialisiert und ist führend im Wachstum und der  Innvoationsgeschwindigkeit.

Unsere Summary – wo steht KI aktuell – jetzt mal ehrlich?!

 

Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist bei den vielen Versprechen und Drohszenarien rund um KI inzwischen deutlich mehr Nüchternheit eingekehrt. Aussagen wie „KI kann nahezu alle Prozesse autonom übernehmen“, „wir verlieren alle unsere Jobs“, „Kreation wird vollständig durch KI ersetzt“ oder „Agenturen werden überflüssig“ prägen zwar weiterhin die Diskussion, spiegeln die Realität aber nur bedingt wider. Philipp Westermeyer beschreibt diese Kommunikationsstrategie der KI-Konzerne in einem seiner Podcasts sogar als bewusst eingesetztes Mittel, um maximale Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen – mit Erfolg. Trotzdem hat KI längst noch nicht flächendeckend Einzug in den Alltag aller Menschen und Unternehmen gehalten. Zwar nutzen bereits 88 % der Unternehmen KI-Technologien, vollständig skaliert wurde die Technologie bisher jedoch nur in 7 % der Unternehmen. In den meisten Fällen hat zudem nur etwa jeder fünfte Mitarbeitende überhaupt Zugang zu KI-Tools. Wir befinden uns also weiterhin in einer großen Test-and-Learn-Phase, in der Unternehmen erst beginnen, relevante Use Cases für sich zu identifizieren und zu evaluieren.

Und wie sieht es auf Nutzerseite aus? 
Auch die Kommerzialisierung und damit die Refinanzierung der enormen Investitionen in KI steckt noch in den Anfängen. Weltweit bezahlen aktuell rund 99,7 % der Nutzer nicht für KI-Technologien. Und selbst wenn KI im privaten Umfeld genutzt wird, geschieht das häufig eher für spielerische Anwendungen oder einfache Alltagsaufgaben – weniger für anspruchsvolle Funktionen wie Deep Thinking oder komplexe Problemlösungen. 
Das zeigt: Zwischen der öffentlichen Wahrnehmung von KI als allgegenwärtiger Revolution und der tatsächlichen Nutzung im Alltag besteht aktuell noch eine deutliche Lücke.

Der KI-Zug ist also noch nicht an dir vorbeigerast. Trotzdem empfehlen wir dringend, bereits jetzt die eigene Datenarchitektur, interne Prozesse und potenzielle Anwendungsszenarien im Unternehmen kritisch zu prüfen und strategisch weiterzuentwickeln.

Welches KI-System aktuell führend ist, hängt stark vom jeweiligen Use Case ab. Im privaten Bereich liegt Gemini derzeit vorne, denn durch den AI Mode innerhalb der Google-Suche kommt praktisch kaum ein Nutzer an dem System vorbei. Dank Googles enormer Datenbasis, der globalen Distribution und der finanziellen Ressourcen hat Gemini langfristig vermutlich die besten Voraussetzungen, sich als führendes KI-Tool für Endverbraucher zu etablieren. Geht es hingegen um komplexere Anwendungsfälle, insbesondere im Bereich der produktiven Nutzung durch sogenannte Pro User, liegt Anthropic mit Claude aktuell vorne. Vor allem bei längeren Kontextfenstern, strukturiertem Denken und der Qualität von Outputs wird Claude derzeit von vielen Nutzern als führend wahrgenommen. 

Auch im B2B-Umfeld gilt Anthropic momentan als klarer Vorreiter. Gleichzeitig versuchen Wettbewerber wie OpenAI zunehmend, das erfolgreiche Geschäftsmodell von Anthropic zu adaptieren und vergleichbare Enterprise-Lösungen am Markt zu positionieren.

Was sind Key Learnings, die wirklich etwas bringen? 

Prüfe deine Daten und deine technische Infrastruktur auf „AI Readiness“

 

Das Herzstück von KI sind saubere Daten und aufeinander abgestimmte Systeme. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Datenhygiene, Datenqualität und technische Infrastruktur kritisch zu prüfen und zukunftsfähig aufzustellen. Ohne diese Grundlage wird KI langfristig keinen echten Mehrwert schaffen können.

Trau dich verschiedene Test & Learn Szenarien aufzubauen

 

Die entscheidende Frage lautet: Wo schafft KI für deinen konkreten Use Case wirklich Mehrwert – und zwar über reine Effizienzgewinne hinaus?

Der erste Schritt ist klar: Nutze First-Party-Daten, um deine Nutzer besser zu verstehen und entlang der gesamten Customer Journey gezielter zu begleiten – auf deiner Website, in Kampagnen oder auch im After-Sales-Bereich. Jetzt ist die Zeit, kreativ zu werden. Wer heute mutig testet und früh relevante Anwendungen entwickelt, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil.

Denke bei deinem Fokus auf AI Tools in Zielgruppen

 

AI Mode für Endverbraucher wird die Auffindbarkeit von Marken grundlegend verändern – mehr dazu in unserer Content-Serie „Traffic-Verschiebung durch AI Mode“. Wenn es dagegen um unternehmensinterne Prozesse und produktive Anwendungen geht, lohnt sich aktuell vor allem ein genauer Blick auf Anthropic und Claude. Jetzt ist die Zeit, sich mit der Art, wie KI genutzt wird zu beschäftigen.

 

Überrasche auch weiterhin und 
differenziere dich

 

Warum stellt OpenAI Storyteller ein? Und warum setzt das Unternehmen bei seiner ersten großen Markenkampagne trotzdem auf Agenturen?

Weil KI Prozesse zwar beschleunigen und Kreativität unterstützen kann – die Technologie greift jedoch immer auf bestehende Daten und historische Muster zurück. Sie basiert auf dem, was bereits existiert und mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionieren könnte. Genau darin liegt aber auch die Herausforderung.

Wenn alle auf dieselben Modelle, Daten und Prompts setzen, entsteht schnell ein „Sea of Sameness“ – austauschbarer Content ohne echte Differenzierung. Viele Marken erhalten am Ende ähnliche Antworten und ähnliche kreative Ergebnisse. Gerade deshalb bleibt es entscheidend, mutig, einzigartig und kreativ zu sein.

Menschlichkeit, Echtheit, Trust und Authentizität wird zur neuen Brand Währung


Viele Menschen sind heute bereits überfordert von der Masse an KI-generierten Inhalten – und gleichzeitig gelangweilt davon. Die zentrale Frage lautet zunehmend: Was ist eigentlich noch echt?

Ja, wir wünschen uns bessere Empfehlungen, bessere Kampagnen und bessere Produkte. Aber wollen wir wirklich eine komplett vorhersehbare Welt voller maschinell erzeugter Inhalte? Viele Nutzer reagieren bereits skeptisch auf KI-Influencer, KI-Musik, KI-Blogbeiträge oder KI-Websites.

KI sollte unser Leben sinnvoll ergänzen, vereinfachen und verbessern – nicht ersetzen. Langfristig wird sich deshalb vor allem die Marke differenzieren, die Vertrauen aufbaut, echte Relevanz schafft und authentisch bleibt.
 

Die OMR 2026 hat deutlich gemacht: Der KI-Zug ist noch nicht abgefahren. Gerade jetzt lohnt es sich, relevante Anwendungen zu testen, die eigene Infrastruktur weiterzuentwickeln und echte Differenzierung aufzubauen.

Und wir unterstützen dich gerne – mit klarer Strategie, kreativer Energie und datengestütztem Performance-Marketing und du darfst dich auf unseren nächsten Blogbeitrag freuen - Wie wirkt sich die Traffic Verschiebung hin zu AI Mode aus und was kannst du tun, um dort aufzutauchen?

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