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Awin. Think. Tank. 2.

Awin Think Tank – Part 2

Teil 2 unserer Zusammenfassung des Awin Think Tanks, der Expertenveranstaltung für Affiliate Marketing, organisiert vom größten Affiliate-Netzwerk in DACH. Es geht weiter mit Themen wie die Macht der Marktplätze, Content Commerce, Entwicklungen in der Reisebranche oder Awins Product Roadmap.

Teaser Bild 2 - Think Tank 2

Gedanken tanken beim Awin Think Tank 2022 – Part 2 

Auch in Teil 2 beinhaltet eine Zusammenfassung zu den neuesten Entwicklungen und Trends im Affiliate Marketing. In verschiedenen Panel Diskussionen haben hochkarätige Speaker von Unternehmen wie Payback, Sixt, oder Ströer unterschiedliche Themen beleuchtet. Dazu zählen der Einfluss der Marktplätze auf Unternehmen, die Verbindung von Content mit Commerce oder die Pandemie und ihr Einfluss auf die Reisebranche. Auch Awin hat ihre Product Roadmap in 3 Stufen vorgestellt. Freut euch im Folgenden auf deep-dive Informationen aus dem Affiliate-Marketing powered by Awin.  

Topic 3: Panels mit Fokusthemen, die das Affiliate Marketing bewegen  

Die überdimensionale Macht der Marktplätze  

In einem Panel, bestehend aus den „Big 4“ der Affiliate Publisher (Payback, idealo, Shoop (Global Savings Group) & Checkout Charlie) wurde über die überdimensionale Macht der Marktplätze – insbesondere Amazon – diskutiert.  Unternehmen sollten sich die Frage stellen, inwiefern sie sich in eine Abhängigkeit von großen Marktplätze begeben möchten, und sollten darüber hinaus über alternative Wege informiert sein, über die sie ihre Produkte absetzen können.  

Die wohl wichtigste Erkenntnis, ein Kunde, der über Amazon ein Produkt kauft, ist kein Kunde des respektiven Anbieters, sondern er ist ein Amazon Kunde. Nachdem die Entscheidung über den Erwerb eines bestimmten Produktes getroffen wurde, wählen Kunden „markentreu“ gegenüber Amazon aus tausenden von Alternativprodukten. Dabei ist die Herstellermarke für den Endkunden in den allermeisten Fällen wenig relevant. Selbstverständlich ist Amazon ein wichtiger Absatzkanal, aber als Shop-Betreiber sollte man sich gut überlegen, welche Strategie man wählt. Depot beispielsweise hat eine Kooperation mit Amazon bewusst ausgeschlagen. Depot nannte als Grund hierfür, dass Amazon mit dem Vertrieb der Depot Produkte viele Daten und Erkenntnisse sammelt. Damit wäre Amazon mittelfristig in der Lage, unter einer Eigenmarke dieselben Bestseller-Produkte wie Depot anzubieten – nur deutlich günstiger. Auch Shoop hat eine Kooperation mit Amazon aus strategischen Gründen abgelehnt, weil hier laut Shoop zu viele Vorgaben und Restriktionen bei einer Kooperation zu beachten seien.  

Fakt ist, dass Amazon für die meisten Online-Shop-Betreiber nicht mehr weg zu denken und einer ihrer wichtigsten Absatz-Kanäle ist. Denn Produktsuchen starten in vielen Fällen direkt auf Amazon. Dennoch lautet die Frage, die sich Unternehmen stellen sollten: Wie nachhaltig ist eine Strategie, in der Amazon einen oder sogar den wichtigsten Umsatzanteil ausmacht? Unternehmen sollten sich über Gefahren und Hürden im Klaren sein. Dazu zählen unter anderem kurze Lieferzeiten, keinerlei Versandkosten und eine für Unternehmen „harte“ Retourenpolitik. Deshalb sollten Advertiser evaluieren, ob die Abhängigkeit von Amazon oder anderen Marktplätzen reduziert werden könnte. Ein Weg könnte ein smarter Marketing-Mix bestehend aus klassischen Performance Kanälen inkl. Affiliate Marketing sein.   

Content Commerce 

Ein weiteres, spannendes Panel mit Teilnehmern von Business Insider, t-online (Ströer) und C4.ROCKS, beschäftigte sich mit dem Thema Content Commerce. Hier wurde über die Monetarisierung von Verlagsinhalten gesprochen. Relevanter Content, im richtigen Umfeld performance-orientiert platziert? Das ist das Wunsch-Szenario vieler Advertiser! Trust & Authentizität spielen bei erfolgreichen Kampagnen eine große Rolle was durch solche Platzierungen erreicht würde.  Leider funktioniert aber auch eine Content-Performance-Platzierung ohne attraktive Incentives nicht. Es müsste eine Win-Win-Win Situation geschaffen werden, von der alle Parteien profitieren, worin auch schon das Problem liegen könnte. Guter Content benötigt einen hohen Invest, denn es bedarf viel Arbeit, was wiederum hohe Kosten verursacht. Darüber hinaus möchte das Verlagshaus ebenso profitieren, wie Endkunden mit den Incentives, was auch Kosten verursacht. Damit bleibt abschließend zu sagen, wir sind gespannt auf erste Test-Kampagnen mit Verlags-Publishern und deren Potenzial.  

Die Auswirkungen von Corona auf die Reisebranche im Affiliate Marketing 

Ein drittes Panel, welches wir mitverfolgt haben, handelte von den Auswirkungen von Corona auf die Reise-Branche in Bezug auf den Affiliate Kanal. In diesem Panel waren H-Hotels, CenterParcs, Urlaubstracker & Sixt zu Gast und haben interessante Einblicke in den Verlauf der vergangenen 2 Jahre gegeben.  

Eines hatten alle gemeinsam: durch Corona-bedingte Einschränkungen und den damit verbundenen dramatischen Einbruch der Nachfrage, waren alle gezwungen, kreativ zu werden. Es mussten neue Absatzwege gefunden und neue Produkte entwickelt werden. So hat beispielsweise einer der größten Publisher aus dem Bereich Urlaub Advertiser aus dem Bereich Garten (z.B. Pools, Palmen, Gartenzubehört) inkludiert, da Urlaub nur von zu Hause aus möglich war. Sixt hat sein Produktportfolio um die Produkte Car-Sharing und eScooter erweitert, da das Thema Autovermietung durch die pandemiebedingten Restriktionen starke Verluste verzeichnete. Aktuell sind sich aber alle einig, dass sie eine Erholung verzeichnen. Die Nachfrage ist aktuell wieder stark angestiegen, im Fall von Sixt vielleicht fast sogar zu stark (bedingt durch die aktuelle Marktsituation der Automobilhersteller). Wir drücken der Reise-Branche die Daumen, dass sie von einem weiteren Total-Ausfall verschont bleiben. Aber selbst für dieses Katastrophenscenario wäre die Branche durch innovative Produkte und Absatzwege nun gerüstet.  

Topic 4: Awin’s Product Roadmap  

Schließlich stellte Awin die aktuelle Product Roadmap vor. Florian Geldner zeigte die drei Phasen von Affiliate- und Partner-Marketing mit zugehörigen, durch Awin entwickelte Produkte auf.  

Das Fundament 

Als Fundament wird ein bestmögliches Tracking benötigt. Hierzu wurde auf die Empfehlung eines Trackings verwiesen, das sich aus der Integration des MasterTags mit einem Server-to-Server Tracking zusammensetzt. Details hierzu findest du in Part 1, Topic 1 - Tracking, DSGVO, TTDSG/ePrivacy & Consent im Affiliate Marketing.

Wachstum  

Wachstum resultiert zu großen Teilen aus dem Ausbau bestehender- und der Gewinnung neuer, geeigneter Partner. Hierzu gibt es zum einen bereits das Tool „Recommended Publisher“ bei dem basierend auf maschinellem Lernen passende Partner für das eigene Partnerprogramm vorgeschlagen werden. Zum anderen soll es auf Basis von granularen Reportings zukünftig möglich sein, inaktive Partner mit Potenzial aufzudecken. 

Optimierung 

Optimierung mit Hilfe von KI-basierten Lösungen zur Erreichung von unterschiedlichen eCommerce Zielsetzungen. Hierbei sollen für unterschiedliche Fragestellungen, wie beispielsweise „Ich will meine Conversion Rate steigern“ oder „Ich muss meine Ausgaben besser messen können“, direkt passende Partner zur Bewältigung dieser Herausforderungen vorgeschlagen werden. 

Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich Awin’s neue Tools und Lösungen in der Praxis bewähren werden! 

Awin Think Tank Foto - Menschen

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Awin ThinkTank ein absolut gelungenes Event war. 2 Tage voller interessanter Vorträge und Persönlichkeiten. Von der Location, den Vorträgen, den Referenten, den Teilnehmern über das Wetter bis hin zum herausragenden Essen, können wir nichts bemängeln. 

Und eines ist sicher – wir konnten sehr viele wertvolle Gedanken tanken! Wir freuen uns auf nächstes Jahr! 

Teil 1 mit den Themen Tracking, DSGVO, TTDSG/ePrivacy & Consent im Affiliate Marketing und Insights zu Awin’s neueste Verbraucherstudie findet ihr hier.

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